Glowpedia
Glowpedia/Haarpflege/Indola
Haarpflege

Indola

Indola ist eine professionelle Haarfarben- und Haarpflegemarke im Besitz des deutschen Konsumgüterkonzerns Henkel AG & Co.

Faktengeprüft8 Quellen
Indola
Indola
Indola
01 /
Zusammenfassung

Überblick

Indola ist eine professionelle Haarfarben- und Haarpflegemarke im Besitz des deutschen Konsumgüterkonzerns Henkel AG & Co. KGaA [6]. Obwohl sie heute neben Schwarzkopf Professional zum professionellen Haarpflege-Portfolio von Henkel gehört, begann die Marke in den Niederlanden: Sie wurde 1929 in Voorburg als Firma Hollander & Kohn gegründet, ein Lieferant für Friseur- und Barbershop-Produkte [7]. Heute positioniert sich Indola als reine Salonmarke rund um Farbe, Blond-Dienstleistungen und ein kompaktes Pflegesortiment, das an unabhängige Friseure in europäischen und weiteren internationalen Märkten vertrieben wird.

Die Marke wird mitunter mit dem deutschen Unternehmen Schwarzkopf verwechselt, weshalb manche Quellen Indola als deutschen Ursprungs beschreiben [11]. Unabhängige niederländische Aufzeichnungen dokumentieren eine andere Geschichte: Die Gründungsfirma Hollander & Kohn hatte ihren Sitz am Westeinde 86 in Voorburg, die Indola NV wurde 1932 gegründet [7]. Die deutsche Verbindung besteht erst seit 2004, als Henkel die Marke übernahm, und ergibt sich aus ihrer Stellung neben Schwarzkopf Professional – nicht aus ihrem Ursprung.

02 /

Ursprung und frühe Geschichte

Die Wurzeln von Indola liegen im niederländischen Friseurbedarfshandel der späten 1920er-Jahre. Die Firma Hollander & Kohn eröffnete 1929 in Voorburg und stellte Rasiercreme sowie weitere Waren für Salons her. 1932 entstand mit der Indola NV ein eigenes Unternehmen für elektrische Friseurgeräte wie Trockenhauben und Lockenstäbe.

Bekannt wurde das Unternehmen für technische Neuerungen bei der Salonausstattung. Nach Angaben eines niederländischen Branchenarchivs zur Friseurgeschichte führte Indola 1936 die dort als erste europäische Trockenhaube verzeichnete Anlage ein und brachte 1948 Europas erstes elektrisches Dauerwellensystem auf den Markt [8]. Anfang der 1950er-Jahre hatte sich das Geschäft zu einem bedeutenden Exporteur entwickelt, der von Produktionsstandorten im Raum Voorburg und Rijswijk in Dutzende Länder lieferte.

03 /

Eigentümerstruktur und Übernahmen

Indola wechselte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mehrfach den Besitzer. 1965 fusionierte das Unternehmen mit der Van der Heem NV zur Indoheem NV. Das Kosmetikgeschäft wurde später von Hagemeyer an das amerikanische Unternehmen Alberto-Culver verkauft, 1983 und Berichten zufolge für 6 Millionen US-Dollar [7].

Heutiger Eigentümer der Marke ist Henkel. 2004 verkaufte Alberto-Culver Indola an Henkel; die Fachpresse berichtete, die Transaktion sei zum 1. Juni 2004 wirksam geworden [10]. Alberto-Culver ist damit ein früherer Eigentümer (1983–2004), während die heutigen Eigentumsrechte bei der Henkel AG & Co. KGaA liegen – bestätigt durch das Impressum der Marke selbst, das Henkel als Betreiber der Indola-Website nennt [6]. Innerhalb von Henkel steht Indola in einer größeren Gruppe von Haarmarken, zu der auch Schwarzkopf Professional, Syoss, Palette und Got2b gehören.

04 /

Philosophie und Positionierung

Henkel beschreibt Indola als ausschließlich professionelle Marke, die sich an Unternehmerinnen und Unternehmer richtet – vor allem an kleine Salons und selbstständige Stylisten, die ihr Geschäft ausbauen wollen [9]. Die Marke stellt eine „Street Style“-Identität und die Idee „simply smarter“ in den Mittelpunkt: ein kompaktes, aber vollständiges Portfolio, das Stylisten nach eigenen Worten „mehr mit weniger“ ermöglicht [1]. Als Marken-DNA nennt sie „real, authentic, commercial, wearable“; Farbe vermarktet sie als trendgetrieben und für den Alltag gedacht statt für den Laufsteg. Laut Indola sollen „die Trends von morgen“ über halbjährliche Street-Style-Kollektionen, Schulungsprogramme und die kreative Leitung globaler Botschafter in die Salons gebracht werden.

Das kommerzielle Versprechen stützt sich ebenso auf den Preis wie auf die Leistung. Henkel fasst das Angebot als hochwirksame Produkte und knapp gehaltene Sortimente „zu einem smarten Preis“ zusammen, gerichtet an unabhängige Friseure statt an das Verbraucherregal im Handel [9].

05 /

Produkte und Innovation

Der Katalog von Indola ist auf professionelle Farbe ausgerichtet. Das Vorzeigeprodukt ist PCC (Permanent Caring Colour), das laut Henkel bis zu 103 Nuancen zusammen mit der markeneigenen Colour-Transformer-Technologie bietet. Weitere Farblinien sind XPRESSCOLOR, beworben für schnelle Ansatzbehandlungen, RAPID BLOND+ und Blonde Expert zum Aufhellen sowie CREA-BOLD, eine semi-permanente Linie. Das vom Unternehmen als kompakt und hochwirksam beschriebene Pflege- und Styling-Sortiment umfasst Shampoos, Conditioner, Kuren, Masken und Styling-Produkte, darunter eine eigene Pflegelinie Blonde Expert.

Die Marke verbindet mehrere benannte Technologien mit diesen Produkten, unter anderem Smart Lift, Smart Creatives, Colour Transformer, Hair Bond und Pixel Technology. Zu einzelnen Produkten nennt sie zudem konkrete Leistungsangaben – etwa bis zu 100 % Abdeckung weißer Haare bei PCC und die Abdeckung herausgewachsener Ansätze in unter 30 Minuten bei XPRESSCOLOR –, die sie als Produkteigenschaften darstellt und nicht als unabhängig geprüfte Ergebnisse.

06 /

Nachhaltigkeit

Indola veröffentlicht eine Reihe von Zusagen zu Produktion und Verpackung. Nach Angaben des Unternehmens laufen die beiden Produktionsstandorte – in Wassertrüdingen in Deutschland und in Maribor in Slowenien – zu 100 % mit Strom aus erneuerbaren Quellen, und der Betrieb sei klimaneutral, was mit einer Einsparung von 625 Tonnen CO₂ pro Jahr beziffert wird [2]. Zudem gibt das Unternehmen an, keine Produktionsabfälle auf Deponien zu bringen.

Bei der Verpackung beschreibt die Marke den Wechsel zu leichteren, besser recycelbaren Materialien: einen als Monomaterial neu gestalteten Beutel für den Blonde-Expert-Aufheller sowie PCC-Verpackungen mit Tuben aus recyceltem Aluminium, Verschlüssen aus Recyclingkunststoff und weitgehend recycelten Kartonfaltschachteln. Laut Indola werden vegane Inhaltsstoffe bevorzugt und in den Pflege- und Styling-Produkten ausschließlich natürlich gewonnene Inhaltsstoffe verwendet; die eigene Haltung fasst das Unternehmen in der Auffassung zusammen, „clean beauty should be honest beauty“ (sinngemäß: saubere Kosmetik sollte ehrliche Kosmetik sein). Externe Zertifizierungsstellen werden zur Stützung dieser Angaben nicht genannt.

07 /

Aktueller Status

Indola ist eine aktive Marke. Die offizielle Website wird von Henkel betrieben und zeigt aktuelle Street-Style-Kollektionen sowie einen Copyright-Vermerk von 2026; die Produktion läuft an den beiden europäischen Standorten weiter. Die Marke ist in mehreren professionellen Märkten in Europa und international tätig und wird an Salons vertrieben, statt direkt an Verbraucher verkauft zu werden [9].

08 /
Siehe auch

Verwandte Marken

09 /
Referenzen

Quellen

T1 primär · T2 sekundär · T3 Notiz
  1. [1]T1indola.com/com/en/about-us.htmlindola.com (brand site)
  2. [2]T2indola.com/com/en/about-us/sustainability.htmlindola.com (brand site)
  3. [6]T2indola.com/com/en/meta/imprint.htmlindola.com (brand site)
  4. [7]T3nl.wikipedia.org/wiki/IndolaWikipedia
  5. [8]T3shie.nl/bedrijven/indola-kappersbenodigdheden-1929-heden/shie.nl
  6. [9]T2henkel.co.uk/brands-and-businesses/indola-1698236henkel.co.uk (brand site)
  7. [10]T3cosmeticsdesign.com/Article/2004/06/03/Henkel-completes-purchase-of-Indola-from-Alberto-Culver/cosmeticsdesign.com
  8. [11]T3en.wikipedia.org/wiki/Hans_SchwarzkopfWikipedia