Glowpedia
Konzern

Pierre Fabre

6 Marken · gegründet 1962 · Frankreich

Pierre Fabre ist ein französischer Pharma- und Dermokosmetik-Konzern, der 1962 vom Apotheker Pierre Fabre (1926–2013) gegründet wurde und seinen Sitz in Castres im Süden Frankreichs hat [2]. Der Konzern entwickelt verschreibungspflichtige Arzneimittel, Produkte für die Familiengesundheit sowie Dermokosmetik, die vorwiegend über Apotheken vertrieben wird, und ist nach eigenen Angaben in mehr als 130 Ländern tätig [2].

Was das Unternehmen von den meisten Mitbewerbern unterscheidet, ist die Eigentümerstruktur: Statt börsennotiert zu sein oder von einer Gründerfamilie gehalten zu werden, gehört Pierre Fabre mehrheitlich einer gemeinnützigen Stiftung. Diese Struktur, die der Gründer noch vor seinem Tod etablierte, hält den Konzern privat und bindet einen Großteil des Kapitals an eine gemeinnützige Körperschaft statt an externe Investoren [3].

Geschichte & Meilensteine

Die Ursprünge des Unternehmens reichen bis 1951 zurück, als Pierre Fabre eine Apotheke in Castres übernahm; das Vertrauen in dieses Geschäft wuchs zu einem größeren Unternehmen heran, und 1962 wurden die Laboratoires Pierre Fabre gegründet [2]. Der Konzern nennt durchgängig 1962 als Gründungsjahr und trennt damit das moderne Unternehmen von der ursprünglichen Apotheke.

In den folgenden Jahrzehnten baute das Unternehmen einen eigenen Dermatologie-Zweig auf. 1984 gründete es Pierre Fabre Dermatologie, die für die dermatologische Arbeit zuständige Sparte, und 1989 rief es die Laboratoires Avène ins Leben, die Einheit hinter der Dermokosmetik-Marke Eau Thermale Avène [2]. Beide Schritte spiegelten den Wandel von einem allgemeinen Apothekengeschäft hin zu hautorientierten Produkten wider, die auf pharmazeutischer Forschung beruhen.

Portfolio & Marken

Der Dermokosmetik-Zweig von Pierre Fabre umfasst mehrere Marken, die überwiegend über Apotheken vertrieben werden. Nach Angaben einer offiziellen Konzernseite gehören zum Portfolio Eau Thermale Avène, Klorane, Ducray, René Furterer und A-Derma [5]; die Website des Konzerns führt dieselben Kernmarken auf [4].

Mehrere dieser Marken wurden in den frühen Jahrzehnten gegründet oder in den Konzern eingegliedert: Klorane geht auf 1965 zurück, die Dermokosmetik-Linie Avène auf 1966, Ducray auf 1969 und die Haarpflegemarke René Furterer auf 1980. In jüngerer Zeit kam 2023 MÊME Cosmetics hinzu – eine Reihe für Menschen, die von einer Krebsbehandlung betroffen sind. Eau Thermale Avène, aufgebaut rund um das Thermalquellwasser von Avène in Südfrankreich, ist die größte und bekannteste Dermokosmetik-Marke des Konzerns.

Übernahmen & Strategie

Die Expansion des Konzerns im Beauty-Bereich erfolgte vor allem durch den Aufbau und die Konsolidierung eigener Marken statt durch große Übernahmen von außen. Die beiden für den Konzern dokumentierten Meilensteine sind intern: die Gründung von Pierre Fabre Dermatologie 1984 und die Schaffung der Laboratoires Avène 1989, die die Struktur hinter den dermatologischen und dermokosmetischen Aktivitäten begründeten [2]. Dieses Muster – die hauseigene Entwicklung von Haut- und Haarpflegemarken für den Apothekenkanal – hat geprägt, wie das Portfolio gewachsen ist.

Eigentümerstruktur

Pierre Fabre ist ein privates Unternehmen. Der Konzern berichtet, dass die Fondation Pierre Fabre, eine vom französischen Staat anerkannte gemeinnützige Stiftung, 86,3 % des Kapitals hält, wobei rund 9,9 % über Mitarbeiterbeteiligung und etwa 3,8 % als eigene Aktien gehalten werden [3]. Eine offizielle Unterseite rundet den Anteil der Stiftung auf etwa 86 % [5]. Die vom Gründer eingerichtete Regelung bedeutet, dass das Unternehmen nicht börsennotiert ist und eine kontrollierende Beteiligung der Stiftung zukommt statt privaten Aktionären.

Referenzen

Quellen

T1 primär · T2 sekundär · T3 Notiz
  1. [2]T2en.wikipedia.org/wiki/Laboratoires_Pierre_FabreWikipedia
  2. [3]T1pierre-fabre.com/en-us/our-grouppierre-fabre.com (company)
  3. [4]T1pierre-fabre.com/enpierre-fabre.com (company)
  4. [5]T1dexeryl.com/en/about-dexeryl/pierre-fabre-groupdexeryl.com (company)