Überblick
Tiroler Steinöl ist ein österreichisches Familienunternehmen mit Sitz in Pertisau am Achensee in den Tiroler Alpen. Es baut eigenen Ölschiefer ab und gewinnt daraus ein dunkles, schwefelreiches Öl, das in der Haut- und Haarpflege, in Badeprodukten, Heilsalben sowie in der Tierpflege verwendet wird. Das Unternehmen führt seine Anfänge auf das Jahr 1902 zurück, als der Mineraliensammler Martin Albrecht sen. oberhalb des Westufers des Sees Ölschiefer entdeckte [2]; die englische und die deutsche Wikipedia nennen für seinen Fund dasselbe Jahr [12]. Heute wird das Unternehmen von der dritten und vierten Generation der Familie Albrecht geführt und firmiert als Tiroler Steinölwerke Albrecht GmbH & Co KG.
Der Name ist zugleich Marke und traditionelle Bezeichnung eines Stoffes. „Tiroler Steinöl“ wird seit Jahrhunderten in der Tiroler Volksmedizin verwendet, und auch andere Hersteller haben in der Region Schieferöl erzeugt. Der Betrieb der Albrechts ist mit der Lagerstätte im Bächental im Karwendel verbunden, die die Familie bis heute auf 1.500 Metern Höhe in Handarbeit und mit Maschinen abbaut. Das Unternehmen führt seinen Namen als eingetragene Marke: TIROLER STEINÖL®.
Ursprung & Gründer
Ölschiefer wurde in Tirol schon lange vor den Albrechts abgebaut. Nach Angaben der englischen Wikipedia wurden die Vorkommen rund um Seefeld von 1350 bis 1964 genutzt. Die deutsche Wikipedia beschreibt, wie das Öl im Mittelalter von umherziehenden Ölträgern und Arzneihändlern weit verbreitet gehandelt wurde und wie Erzherzog Ferdinand II. 1576 dem Alchemisten Abraham Schnitzer das Recht verlieh, es im Inntal herzustellen. Einer örtlichen Sage zufolge war das Öl das Blut des Riesen Thyrsus, der im Kampf vom Riesen Haymon getötet wurde; deshalb wurde es auch als „Dürschöl“ verkauft [13]. Die industrielle Steinölproduktion in der Gegend begann 1845 in Scharnitz, und aus dem Seefelder Öl ging später Ichthyol hervor, ein markenrechtlich geschütztes sulfoniertes Schieferöl, das ab 1884 vertrieben wurde. Dieses Produkt und die Seefelder Hersteller haben mit dem Unternehmen der Albrechts keine Verbindung.
Martin Albrecht sen. wurde 1876 geboren. Das Unternehmen beschreibt ihn als naturverbundenen Menschen und leidenschaftlichen Mineraliensammler, der wusste, dass Bauern im Oberinntal seit etwa 1350 einen dunklen Stein gruben und das daraus gewonnene Öl zur Behandlung von Menschen und Tieren nutzten. Nach Darstellung der Familie wollte er im Karwendel eine eigene Ölschieferader finden und das Heilmittel für alle zugänglich machen.
Seine Suche führte ihn um 1900 an den Achensee. 1902 fand er am Seeberg, nahe der Gaisalm am Westufer des Sees, dunkelbraunes Gestein und erkannte es als Ölschiefer. Er eröffnete dort ein kleines Bergwerk und benannte es nach seiner Frau Maria „Mariastollen“. Bis 1904 brach er den Stein mit zwei Bergleuten und einfachem Werkzeug unter Tage von Hand und schwelte ihn in Graphittiegeln. So entstand das erste Tiroler Steinöl am Achensee.
Die Ader am Seeberg war klein, und Albrecht suchte weiter. 1908 fand er im Bächental, einem abgelegenen Seitental des Karwendels, auf 1.500 Metern Höhe eine deutlich größere Lagerstätte; das Unternehmen schätzt ihr Potenzial auf rund 7 Millionen Tonnen. Noch im selben Jahr begann er dort mit dem Bau des ersten Steinölwerks. Das Material wurde über schmale Fußwege von Achenkirch über das Gröbner Joch getragen, das Bauholz vor Ort geschlagen.
Welches dieser Daten den Anfang markiert, wird unterschiedlich dargestellt. Ein Reisebericht aus dem Jahr 2013 gibt an, das Öl sei „1908 erstmals von Martin Albrecht entdeckt“ worden [14], also im Jahr des Fundes im Bächental. Das Unternehmen selbst datiert die Entdeckung auf den Fund am Seeberg 1902, ebenso wie beide Wikipedia-Artikel. Dieser Artikel folgt dem Jahr 1902.
Geschichte & Meilensteine
Die ersten Jahrzehnte waren von Rückschlägen geprägt. Als Martin Albrecht sen. 1916 im Ersten Weltkrieg von der Front heimkehrte, erfuhr er, dass sein hölzernes Werk im Bächental bis auf die Grundmauern abgebrannt war. Die Familie vermutet, dass verirrte Wanderer in dem verschlossenen Gebäude Schutz gesucht und ein kleines Feuer zum Wärmen entzündet hatten. Er baute sofort wieder auf, und das neue Werk, nun mit Retortenöfen ausgestattet, ging 1919 in Betrieb. 1917 riss eine Staublawine die verbliebene Anlage am Seeberg in den Achensee. Da die Lagerstätte dort fast erschöpft war, wurde sie nie wieder aufgebaut.
Es folgte ein persönlicher Schicksalsschlag. Beim Wiederanfahren einer Kühlmaschine, die er gerade repariert hatte, gab eine Dichtung nach, und Ammoniak-Kühlmittel spritzte dem Gründer ins Gesicht. Er erblindete auf beiden Augen. Die Familienchronik des Unternehmens datiert den Unfall auf Juni 1924 [2]; ein Anriss im unternehmenseigenen Blog gibt an, er sei „seit 1925“ vollständig erblindet gewesen [10]. Seine vier Kinder waren damals zwischen 8 und 14 Jahre alt. Um die Familie über Wasser zu halten, führte seine Schwägerin, die als „Steinöl Liesl“ in Erinnerung geblieben ist, das Werk im Bächental mit zwei Bergleuten und den Kindern weiter. Der Gründer blieb als Berater tätig und verbrachte nach Angaben der Familie Stunden damit, Ölschiefer von Hand zu zerkleinern, damit er für den Ofen bereit war.
1930 übernahm die zweite Generation, die Geschwister Ernst, Hans, Martin und Josef, den Betrieb im Bächental. Das Öl aus dem Tal zu bringen, war mühsame Arbeit. Es wurde mehrmals täglich in 20-Liter-Kanistern auf hölzernen Kraxen zum rund 300 Meter höher gelegenen Gröbner Joch getragen. Dort wurde es in 200-Liter-Fässer umgefüllt und gelagert, bis Schnee fiel. Dann brachten Schlitten es hinunter nach Achenkirch, und Pferdefuhrwerke transportierten es weiter nach Pertisau.
Die Brüder mechanisierten den Weg nach und nach. 1938 bauten sie eine kleine Seilbahn vom Werk zum Gröbner Joch. 1939 kauften sie einen einzylindrigen Deutz-Dieselmotor, der einen Kompressor antrieb, sodass Sprenglöcher nicht mehr von Hand geschlagen werden mussten. 1946 errichteten sie aus gebrauchten Teilen eine 1,5 Kilometer lange Materialseilbahn von Achenkirch zum Gröbner Hals.
1957 brannte es erneut. Das Öl wurde damals gereinigt, indem es in einem Kessel über offener Flamme erhitzt wurde, um das Wasser auszutreiben. Bei einer Destillation wurde es überhitzt, kochte über, lief in die Flammen und entzündete sich. Das Feuer griff auf die umliegenden Gebäude über, und das Werk brannte ein zweites Mal ab. Ernst, Martin jun. und Sepp bauten es wieder auf.
1972 verbesserte sich die Erreichbarkeit: Gemeinsam mit den Österreichischen Bundesforsten wurde eine Zufahrtsstraße zum Werk gebaut, sodass Autos und Lastwagen das Tal erreichen konnten; die Seilbahnen wurden in den folgenden Jahren abgebaut. 1985 öffnete die Familie den seit 1917 verschütteten Mariastollen am Seeberg wieder als Schaubergwerk für Besucher. Wegen behördlicher Auflagen und Instandhaltungskosten wurde er 2002 erneut geschlossen. 1987 übernahm die dritte Generation, Hermann, Günther und Alexander Albrecht, das Unternehmen.
Die 2000er-Jahre brachten neue Investitionen. 2003 eröffnete die Familie in Pertisau den Tiroler Steinöl Vitalberg, ein Besuchermuseum; nach Angaben der deutschen Wikipedia ist eine funktionierende Schwelanlage sein Herzstück. 2006 nahm das Unternehmen nach jahrelangen Versuchen und mit Unterstützung eines Ingenieurbüros einen neu entwickelten Ofen in Betrieb. Nach Angaben des Unternehmens stieg der Wirkungsgrad der Anlage damit von etwa 40 % auf über 85 %. 2011 wurde das Bächental in einem gemeinsamen Projekt mit örtlichen Bauern und dem regionalen Energieversorger TIWAG an das öffentliche Stromnetz angeschlossen, und 2012 wurde der Ofen von Gas auf Strom umgestellt. 2015 wurde das alte Büro- und Lagergebäude in Pertisau abgerissen und am selben Standort durch einen neuen Firmensitz ersetzt.
Eigentümerstruktur
Tiroler Steinöl ist in der Hand der Gründerfamilie geblieben. Das Unternehmen beschreibt den Betrieb, die Tiroler Steinölwerke Albrecht GmbH & Co KG mit Standorten im Bächental, in Jenbach und in Pertisau, als seit jeher rein familiengeführt [11]. Auch die deutsche Wikipedia hält fest, dass die Lagerstätte im Bächental bis heute in kleinem Umfang von der vierten Generation abgebaut wird [13].
Als Geschäftsführung nennt das Unternehmen Manfred, Alexander und Bernhard Albrecht, die die dritte und vierte Generation vertreten; weitere Familienmitglieder arbeiten in Produktion, Kundenservice und Verwaltung. Eine eigene Gesellschaft, die Tiroler Steinöl Vitalberg Betriebs GmbH, betreibt Museum und Shop in Pertisau. Übernahmen, externe Investoren oder ein Mutterkonzern sind nicht bekannt.
Philosophie & Positionierung
Das gesamte Sortiment beruht auf einem einzigen Wirkstoff. Tiroler Steinöl stellt sein Öl als durch einen hohen Anteil an natürlich gebundenem Schwefel geprägt dar und beschreibt seine Produkte als handgefertigte regionale Spezialitäten, die sich von Massenware der Körperpflege abheben. Die natürliche, unveränderte Qualität seiner Produkte nennt das Unternehmen als oberste Priorität. Seine Arbeit ordnet es zudem regional ein: Eines seiner erklärten Ziele ist es, „ein Stück Tirol“ in die Welt hinauszutragen und mit seinen Produkten die Achenseeregion zu fördern. Sein Slogan lautet „Alpiner Balsam für Körper und Seele“.
Die kleine Größe ist seit Langem Teil der Geschichte. Der Reisebericht von 2013 zitierte den Betrieb mit der Aussage, er habe „dem Angebot der Massenproduktion und weltweiter Exporte bewusst den Rücken gekehrt“, um Authentizität und Qualität des Produkts zu schützen [14]. Derselbe Bericht hielt fest, dass Abbau, Erhitzen, Abfüllen und Etikettieren alle im Umkreis von etwa 10 Kilometern um Pertisau stattfanden und dass jährlich nur rund 200 Tonnen Schiefer vom Berg geholt wurden. Die heutige Darstellung des Unternehmens zu seinem Vertrieb ist breiter, wie unter „Aktueller Status“ beschrieben.
Das Unternehmen verbindet das Öl auch mit der erdgeschichtlichen Tiefenzeit. Nach seiner Darstellung entstand der Schiefer vor etwa 180 Millionen Jahren aus den Überresten von Meerespflanzen und -tieren, die sich im urzeitlichen Tethysmeer in sauerstoffarmen Buchten ablagerten, in denen sie nicht verwesen konnten. Die schrägen Linien im Logo der Marke stehen laut Unternehmen für den Winkel, in dem die spätere Gebirgsbildung diese Schichten kippte. Fossilien wie Ammoniten und Belemniten tauchen im Abbaugebiet bis heute auf.
Produkte & Innovation
Die Produkte mit dem Öl umfassen Haar- und Hautpflege, Bade- und Duschprodukte sowie Artikel, die unter Fitness und Entspannung zusammengefasst sind, dazu Geschenksets und eine Linie für die Tierpflege. Der Bericht von 2013 nannte Badeöl, Shampoo, Körperlotion, Seife, eine Heilsalbe und ein Tonikum für müde Muskeln sowie Tiershampoos, die Zecken und Insekten entfernen sollen. Er beschrieb die ursprünglichen Produkte als von „einem kräftigen, erdigen Teergeruch“ geprägt und erwähnte, dass auch parfümierte Varianten erhältlich waren. Inzwischen hat das Unternehmen Gesichtscremes mit dem Öl angekündigt.
Das bekannteste Produkt ist die Original Tiroler Steinöl-Haussalbe, eine Haussalbe, die nach Angaben des Unternehmens seit 1954 als Arzneispezialität zugelassen ist [11]. Das Unternehmen bewirbt sie bei Muskel- und Gelenkbeschwerden, bei leichten Entzündungen und Erfrierungen sowie als traditionelle Zugsalbe.
Für das Öl selbst stellt das Unternehmen mehrere gesundheitsbezogene Aussagen auf. Nach seinen Angaben ist der Schwefel für entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaften bekannt, das Öl könne bei Muskel- und Gelenkschmerzen helfen und werde erfolgreich bei rheumatischen Beschwerden eingesetzt [4]. Dies sind Aussagen des Unternehmens selbst; klinische Studien werden dafür nicht angeführt. Die deutsche Wikipedia beschreibt die traditionelle Verwendung des Öls in der Tiroler Hausmedizin, unter anderem bei Akne, Schuppenflechte, Prellungen und Rheuma, sowie seine kosmetische Verwendung in Ölbädern, Cremes, Lotionen, Seifen und Shampoos.
Die Produktion ist saisonal und findet weitgehend im eigenen Haus statt. Im Bächental wird der zwischen Kalkstein eingeklemmte Schiefer freigelegt, angebohrt und herausgesprengt und anschließend von Hand sortiert, um Mischschichten zu entfernen. Eine Schwerkraftseilbahn befördert ihn 100 Meter hinunter zur Schwelanlage, wo er weiter zerkleinert und im Labor auf seinen Ölgehalt geprüft wird. In den Sommermonaten werden elektrisch beheizte Schachtöfen in Sechs-Stunden-Zyklen beschickt. Bei rund 450 °C gibt der Schiefer ein Gas ab, das zu Öl kondensiert und anschließend gefiltert und destilliert wird. Das ausgeschwelte Gestein wird wie zu Zeiten des Gründers noch von Hand in einer Lore zur Halde geschoben. Die Flaschen werden von Hand befüllt, verschlossen und etikettiert. Das Unternehmen bezeichnet seinen selbst entwickelten Ofen, der von einem computergestützten Prozessleitsystem gesteuert wird, als weltweit einzigartig.
Nachhaltigkeit
Nach Angaben des Unternehmens läuft seine Produktionsanlage mit Wasserkraft und mit Solarstrom aus eigenen Photovoltaikanlagen [7]. Die meisten Produkte werden laut Unternehmen in recyclingfreundliche PET-Flaschen abgefüllt, und die Versandverpackungen bestehen aus recycelbaren Materialien auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Die Kartons werden im benachbarten Bayern in einem Umkreis von 26 Kilometern hergestellt, und die grünen Verpackungschips bestehen aus Maisstärke und sind nach der Norm EN 13432 als kompostierbar zertifiziert. Soweit verfügbar, werden Bestellungen auch in gebrauchten Kartons von Betrieben aus der Umgebung verschickt. Zertifizierungen der Produkte selbst durch Dritte sind nicht dokumentiert.
Anerkennung
Auszeichnungen sind nicht dokumentiert. Das Medieninteresse galt vor allem der Familiengeschichte und der ungewöhnlichen Produktion. Nach Angaben des Unternehmens trat Ernst Albrecht 1970 in Robert Lembkes deutscher Fernseh-Rateshow „Was bin ich?“ auf [11], und es führt Berichte von Sendern wie ORF, ServusTV, Tirol TV, ARTE, Bayerisches Fernsehen, ARD, WDR und HR sowie vom Schweizer und niederländischen Fernsehen an. Hervorgehoben wird dabei „Der brennende Stein“, eine Reportage des Filmemachers Wolfgang Thomaseth für den italienischen Sender RAI. Diese Angaben stammen vom Unternehmen. Als unabhängige Berichterstattung ist der Reise- und Wellnessbericht von Chantal Cooke aus dem Jahr 2013 belegt, der den Familienbetrieb, den Abbau von Hand und das Sortiment beschrieb und Steinölbäder und -wickel erwähnte, die Hotels in Pertisau anbieten.
Aktueller Status
Tiroler Steinöl ist aktiv. Die Familie baut im Bächental weiterhin Schiefer ab und verarbeitet ihn; der Blog des Unternehmens berichtete nach Starkregen im Sommer 2025 von Reparaturarbeiten am Standort. Das Unternehmen verkauft in Österreich und Deutschland direkt an Kunden, über seinen eigenen Onlineshop und vor Ort im Vitalberg in Pertisau. Nach eigenen Angaben sind seine Produkte auch bei der Supermarktkette Interspar, in Reformhäusern, Apotheken, Hotels und im Fachhandel erhältlich.
Der Vertrieb reicht inzwischen weiter als 2013, als der Reisebericht angab, das Öl sei nirgendwo sonst zu finden. Heute nennt das Unternehmen Vertriebspartner in der Schweiz, in Italien, in den Benelux-Ländern und in Tschechien und bietet internationalen Versand über eine Apotheke in München an [9]. Seine Reichweite bleibt europäisch, mit Schwerpunkt auf den deutschsprachigen Märkten.
Fakten & Belege
Belegte Angaben aus der Glowpedia-Faktenbasis – jede Zeile trägt eine Quelle.
Zeitleiste#
Martin Albrecht sen. entdeckt Ölschiefer am Seeberg nahe der Gaisalm am Westufer des Achensees und eröffnet den 'Mariastollen', benannt nach seiner Frau Maria.↗ steinoel.at
Erstes Tiroler Steinöl am Achensee produziert: Schiefer wird von zwei Bergleuten von Hand abgebaut und in Graphittiegeln verschwelt.↗ steinoel.at
Großes Ölschiefervorkommen (geschätzt 7 Millionen Tonnen) im Bächental auf 1.500 m entdeckt; im selben Jahr wird das erste Gebäude zur Steinölproduktion errichtet.↗ steinoel.at
Die hölzerne Steinölbrennerei im Bächental brennt ab; Wiederaufbau mit Retortenöfen und Wiederaufnahme des Betriebs im Jahr 1919.↗ steinoel.at
Eine Staublawine zerstört das Werk am Seeberg; der nahezu erschöpfte Standort wird nicht wieder aufgebaut.↗ steinoel.at
Gründer Martin Albrecht sen. erblindet durch Ammoniak-Kühlmittel (Juni 1924); seine Schwägerin 'Steinöl Liesl' führt den Betrieb im Bächental mit zwei Bergleuten und den Kindern weiter.↗ steinoel.at
Zweite Generation: Die Geschwister Ernst, Hans, Martin und Josef übernehmen den Betrieb im Bächental.↗ steinoel.at
Original Tiroler Steinöl-Haussalbe als Arzneispezialität registriert, laut Angaben der Marke.↗ steinoel.at
Ein Destillationsbrand lässt das Werk im Bächental erneut niederbrennen; Wiederaufbau durch die Brüder Ernst, Martin jun. und Sepp.↗ steinoel.at
Ernst Albrecht tritt in der deutschen TV-Ratesendung 'Was bin ich?' von Robert Lembke auf, laut Angaben der Marke.↗ steinoel.at
Zufahrtsstraße zum Werk im Bächental gemeinsam mit den Österreichischen Bundesforsten gebaut; Seilbahnen später demontiert.↗ steinoel.at
Der Mariastollen am Seeberg wird als Schaubergwerk wiedereröffnet (2002 erneut geschlossen).↗ steinoel.at
Dritte Generation (Hermann, Günther und Alexander Albrecht) übernimmt das Unternehmen.↗ steinoel.at
Das Erlebnismuseum Tiroler Steinöl Vitalberg eröffnet in Pertisau.↗ steinoel.at
Signaturprodukte#
Die Original Tiroler Steinöl-Haussalbe ist eine seit 1954 registrierte Arzneispezialität↗ steinoel.at
Wirkstoffe#
Eigene Technologien & Patente#
„Durch Hitzeeinwirkung wird heute – in einem eigens entwickelten, hochmodernen und weltweit einzigartigen Ofen – aus dem Ölschiefer der Wirkstoff TIROLER STEINÖL gewonnen.“
Erwähnt in#
Passion for Fresh Ideas (Chantal Cooke) — Reise-/Wellness-Bericht 'Tiroler Steinöl mag nach Teer riechen, aber es wirkt Wunder' über den Familienbetrieb Albrecht in Pertisau, dessen Handabbau und Produktsortiment.↗ passionforfreshideas.com
Was bin ich? (German TV, Robert Lembke) — Laut Angaben der Marke: Ernst Albrecht trat 1970 in der TV-Ratesendung auf (Quelle ist der markeneigene Blog, nicht unabhängig verifiziert).↗ steinoel.at
RAI (Italian TV), documentary 'Der brennende Stein' by Wolfgang Thomaseth — Laut Angaben der Marke TV-Dokumentation über Tiroler Steinöl; die Marke führt zudem ORF, Servus TV, Tirol TV, ARTE, Bayerisches Fernsehen, ARD, WDR, HR sowie Schweizer und niederländisches Fernsehen auf (nicht unabhängig verifiziert, keine Jahreszahlen angegeben).↗ steinoel.at
Zertifizierungspass
Worauf jede Zertifizierung und selbst deklarierte Angabe basiert: die Quelle, auf welcher Website sie liegt, und was noch zu überprüfen ist.
„Für den Versand werden unsere Produkte mit größter Sorgfalt in umweltfreundliche und recycelbare Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen verpackt.“↗ steinoel.at
„Unsere Produkte werden Großteils in recyclingfreundlichen PET-Flaschen abgefüllt.“↗ steinoel.at
Keine dieser Angaben wurde mit den Registern der Zertifizierungsstellen abgeglichen. Die Angaben wurden am 29. Sept. 2026 erfasst.
Wo kaufen
Tiroler Steinöl laut den Preisdaten von Glowscout für Deutschland, beobachtet am 30. Sept. 2026. Kein Shop kann sich eine Platzierung kaufen.
Preise stammen von Glowjakt und werden täglich aktualisiert. Glowpedia erhält keine Vergütung für Klicks.
Quellen
T1 primär · T2 sekundär · T3 Notiz- [2]T1steinoel.at/familiengeschichte/steinoel.at (brand site)
- [4]T2steinoel.at/steinoel/steinoel.at (brand site)
- [7]T2steinoel.at/nachhaltigkeit/steinoel.at (brand site)
- [9]T2steinoel.at/tiroler-steinoel-kaufen/steinoel.at (brand site)
- [10]T2steinoel.at/aktuelles-blog-geschichten/steinoel.at (brand site)
- [11]T2steinoel.at/tiroler-steinoel-ein-medienstar/steinoel.at (brand site)
- [12]T3en.wikipedia.org/wiki/Tyrolean_shale_oilWikipedia
- [13]T3de.wikipedia.org/wiki/Tiroler_Stein%C3%B6lWikipedia
- [14]T3passionforfreshideas.com/articles/tyrolean-oil/passionforfreshideas.com
