Überblick
Starck Paris ist die Duftlinie des französischen Designers, Architekten und Industriedesigners Philippe Starck. Sie basiert auf dem Gedanken, dass ein Parfum nur im Verhältnis zu der Haut existiert, die es trägt. Die Linie startete 2016 mit einem Trio von Düften, der Kollektion Peau (Haut), die vom spanischen Duftunternehmen Perfumes y Diseño (PYD) in Lizenz produziert und vertrieben wird [6]. Starck komponierte die Düfte nicht selbst; er entwarf sie konzeptionell und arbeitete mit renommierten Meisterparfumeuren zusammen, um die Ideen umzusetzen.
Die Linie bleibt eine kleine, vom Designer geprägte Nische innerhalb eines Portfolios, das von Möbeln, Architektur und Industriedesign bestimmt wird, und keine Massenmarke der Kosmetik. Dokumentiert ist sie auf Starcks aktiver Portfolio-Website und einer eigenen Duft-Website; 2020 wurde sie um Raumdüfte erweitert.
Ursprung & Gründer
Philippe Starck, 1949 in Paris geboren, ist ein französischer Designer, der vor allem für Möbel, Interieurs, Hotels und Gebrauchsgegenstände bekannt ist; seine prominentesten Arbeiten entstanden in den 1980er- und 1990er-Jahren [5]. Die Parfumerie war ein später und ungewöhnlicher Seitenweg. Nach Angaben des Unternehmens ging die Idee von PYD aus, das das Projekt an Starck herantrug und ihm ermöglichte, die Düfte zu prägen, ohne selbst als Parfumeur zu arbeiten. Starck hat gesagt, das Konzept greife auf Erinnerungen an das Parfümgeschäft seiner Mutter zurück; er beschreibt Parfum als starkes Vehikel für den Geist und das Unbewusste.
Die Quellen sind sich uneinig, wann die Linie begann. Die meisten Duft- und Designmedien — darunter WWD, designboom und Galerie — datieren den Start auf 2016 [6][7][8]. Starcks eigene Über-uns-Seite nennt dagegen 2014 als Startjahr [1]. Das Jahr 2014 widerspricht den Produktseiten derselben Website, die die ersten Veröffentlichungen im Oktober 2016 verzeichnen, sowie dem breiteren Pressekonsens; der Markteintritt 2016 ist das besser belegte Datum.
Geschichte & Meilensteine
Die Peau-Kollektion debütierte 2016 mit drei Düften: Peau de Soie, Peau de Pierre und Peau d'Ailleurs. In den Vereinigten Staaten kamen die Parfums exklusiv bei Neiman Marcus auf den Markt, zum Preis von 100 Dollar für 40 ml und 150 Dollar für 90 ml, bevor sie den Handel in Spanien und Frankreich erreichten [6]. 2020 arbeitete Starck mit Maison Berger Paris zusammen, um die Düfte in Raumdüfte zu übertragen [1].
Eigentümerstruktur
Die Düfte werden von Perfumes y Diseño (PYD), einem spanischen Duftunternehmen, in Lizenz produziert und vertrieben [6]. PYD fungiert als Lizenznehmer, Hersteller und Vertriebspartner der Linie und nicht als Eigentümer eines Unternehmens von Starck; die Markenidentität liegt bei Philippe Starck.
Philosophie & Positionierung
Der zentrale Gedanke der Linie lautet, dass sich Parfum nicht von dem Körper trennen lässt, der es trägt. „Das eigentliche Parfum ist nicht das Parfum allein; es ist Parfum und Haut“, sagte Starck gegenüber WWD [6], und der Name der Kollektion — Peau, französisch für Haut — folgt unmittelbar aus dieser Prämisse. Starck präsentierte die Arbeit als emotional und nicht als kommerziell. „Das ist absolut kein Marketing“, sagte er. „Wir machen es nicht, um dem Markt zu gefallen“ — er suche „Emotion“ und „Seele“ statt Vergnügen.
Die drei ursprünglichen Düfte waren zudem um die Komplexität von Geschlecht herum konzipiert; die Designpresse beschrieb sie als Erkundung femininer, maskuliner und geschlechtsfluider Register. Damit stand die Kollektion in einem breiteren Interesse der 2010er-Jahre an designergeprägten und geschlechtsneutralen Düften. Starck bezeichnete sie, ohne prätentiös klingen zu wollen, als „ein Produkt für intelligente Menschen“ [6].
Produkte & Innovation
Das Gründungstrio entstand mit drei etablierten Parfumeuren — Dominique Ropion, Daphné Bugey und Annick Ménardo. Welche Person welchen Duft gestaltete, stellen die Quellen unterschiedlich dar. WWD schreibt Ropion und Bugey gemeinsam sowohl Peau de Soie als auch Peau de Pierre zu und Ménardo Peau d'Ailleurs [6]. Galerie ordnet sie dagegen eins zu eins zu: Ropion für Peau de Soie, Bugey für Peau de Pierre und Ménardo für Peau d'Ailleurs [8]. Alle drei Parfumeure werden in den Quellen übereinstimmend genannt; nur die Zuordnung zum einzelnen Duft variiert. Ein späterer Duft, Peau d'Amour, gehört ebenfalls zur Peau-Kollektion.
Die Präsentation war ebenso sehr Designobjekt wie Duft. Die Flakons waren als abstrakte, hohlraumartige Formen in rechteckigen Glaskörpern in Pastelltönen angelegt und so gestaltet, dass die drei nebeneinander als eine einzige durchgehende Form erscheinen.
Anerkennung
Die Linie erhielt 2017 die Auszeichnung „Best Beauty Product“ von Condé Nast Traveller [1]. Ihr Debüt 2016 wurde von der Fach- und Designpresse begleitet, darunter WWD, designboom und Galerie Magazine.
Aktueller Status
Die Linie ist weiterhin als kleine, vom Designer geprägte Nische aktiv und nicht als Massenmarke. Die jüngste dokumentierte Entwicklung ist die Zusammenarbeit mit Maison Berger Paris für Raumdüfte im Jahr 2020; die Peau-Kollektion wird weiterhin auf Starcks Portfolio-Website und einer eigenen Duft-Website geführt, mit dokumentiertem Vertrieb in den Vereinigten Staaten, Spanien und Frankreich [1].
Verwandte Marken
Quellen
T1 primär · T2 sekundär · T3 Notiz- [1]T1starck.com/aboutstarck.com (brand site)
- [5]T3en.wikipedia.org/wiki/Philippe_StarckWikipedia
- [6]T3wwd.com/beauty-industry-news/fragrance/philippe-starck-fragrance-debut-with-parfums-starck-paris-10507742/wwd.com
- [7]T3designboom.com/design/philippe-starck-paris-perfume-collection-peau-10-26-2016/designboom.com
- [8]T3galeriemagazine.com/designer-philippe-starck-new-perfume/galeriemagazine.com

