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Savonneries Bruxelloises

Savonneries Bruxelloises ist ein belgischer Seifenhersteller mit Sitz im Brüsseler Stadtteil Laeken.

Faktengeprüft6 Quellen
Savonneries Bruxelloises
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Savonneries Bruxelloises
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Zusammenfassung

Überblick

Savonneries Bruxelloises ist ein belgischer Seifenhersteller mit Sitz im Brüsseler Stadtteil Laeken. Der Betrieb fertigt dreifach gewalzte Feinseifen und feste Shampoos nach traditionellen Verfahren und ist Hoflieferant des belgischen Königshauses. Das Unternehmen vermarktet seine Tradition seit 1926, auch wenn Aufzeichnungen zum Vorgängerbetrieb einige Jahre weiter zurückreichen. Das Geschäft besteht fort, wird heute unter der Firma BeaBa SPRL geführt und arbeitet weiterhin am ursprünglichen Standort in Brüssel.

Unter den kleinen europäischen Seifenherstellern ist die Marke insofern ungewöhnlich, als sie eine fast hundertjährige Werkstatt mit einem modernen Exportgeschäft verbindet: Der überwiegende Teil der Produktion geht ins Ausland, während die Herstellung in der Stadt bleibt, in der sie begann.

Dünnere Quellenlage. Der Artikel stützt sich größtenteils auf Angaben der Marke selbst (T2–T3). Glowpedia sucht unabhängige Quellen.

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Ursprung & Gründer

Die vom Unternehmen selbst erzählte Geschichte beginnt 1926 in einem alten Industrieviertel von Laeken, und durchgängig präsentiert sich der Betrieb als „eine Seife, die seit 1926 im Herzen Brüssels hergestellt wird“ [1]. Die niederländischsprachige Wikipedia gibt eine frühere und etwas abweichende Darstellung: Sie datiert die Gründung auf 1922 unter dem Firmennamen Karak und nennt Emile Collin und Alexis Huylenbroeck als Gründer; 1953 sei der Betrieb in „Nouvelles Savonneries Bruxelloises“ umbenannt worden [7]. Die beiden Jahreszahlen widersprechen einander nicht zwangsläufig – die Aufzeichnungen von 1922 betreffen den Vorgängerbetrieb, während der Name Savonneries Bruxelloises und die beworbene Tradition 1926 einsetzen –, doch die Abweichung ist dokumentiert und nicht geklärt.

Auch darüber, wer den Betrieb führte, gehen die Angaben auseinander. Darstellungen von Händlern und in redaktionellen Beiträgen schreiben ihn der Familie Nanson zu und beschreiben drei Generationen, die im Werk aufeinanderfolgten [9]. Wikipedia führt die ursprüngliche Gründung von 1922 dagegen auf Collin und Huylenbroeck zurück; Henri Nanson habe das umbenannte Unternehmen 1953 übernommen, später habe Roland Nanson es geleitet [7]. In den eigenen Unterlagen des Unternehmens wird kein einzelner Gründer genannt.

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Geschichte & Meilensteine

Welchen Ausgangspunkt man auch wählt: Die Werkstatt wechselte mehrfach den Besitzer und blieb dabei stets in Brüssel. 1993 übernahm Vincent Laurencin das Geschäft, zu dem später sein Neffe François Van de Velde stieß [9]. 2010 brachte das Unternehmen eine eigene Linie mit dem Aufdruck „Savonneries Bruxelloises“ heraus, nachdem es zuvor Seifen unter anderen Namen und für andere Labels produziert hatte. Das Gebäude selbst ist älter als die Seifensiederei: Es wurde 1910 errichtet und steht heute im Brüsseler Inventar der geschützten Bauten [7].

Ein wichtiger Schritt folgte 2016, als das Unternehmen zum Hoflieferanten des belgischen Königshauses ernannt wurde; laut Wikipedia war es in jenem Jahr der einzige neu ernannte Hoflieferant [7]. Das Unternehmen versteht die Auszeichnung als Ergebnis gleichbleibender Qualität und nicht als erkaufte Ehrung, und mehrere seiner Produkte tragen in den eigenen Unterlagen den Bezug „savon du Roi“ (sinngemäß: Seife des Königs).

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Eigentümerstruktur

Das Geschäft wird unter der Firma BeaBa SPRL geführt [1]. 2019 wurde die Fabrik von zwei Unternehmern übernommen, Maxime de Villenfagne und Maxime Pecsteen, die sich nach Angaben der Brüsseler Regionalagentur für Wirtschaft hub.brussels 2007 während eines Erasmus-Aufenthalts in China kennengelernt hatten und einen Hintergrund in Finanzwesen und Unternehmertum in den Kauf einbrachten [8]. Die heutigen Eigentumsverhältnisse beschreibt das Unternehmen schlicht damit, der Betrieb liege „in den Händen zweier Freunde, die die Leidenschaft für die Kunst der Seifenherstellung teilen“.

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Philosophie & Positionierung

Das Unternehmen positioniert sich über Qualität und Tradition, zusammengefasst im Leitspruch „Quality & Tradition“ [2]. Das erklärte Ziel war nach eigenen Worten stets, „auf traditionelle Weise Seifen von äußerster Feinheit aus den besten Rohstoffen herzustellen“ – mit den bestmöglichen Inhaltsstoffen und den feinsten Duftnoten. Den eigenen Prozess stellt der Betrieb als bewusst langsam und nicht auf Tempo automatisiert dar, mit Respekt vor den Reifezeiten; vermarktet wird die Marke im Premiumsegment mit der Zeile „exceptional handmade soaps“.

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Produkte & Innovation

Das Kernsortiment besteht aus fester Seife, die in verschiedenen Schachtelgrößen und als Kordelseife angeboten wird, daneben feste Shampoos, Glyzerinseifen und Accessoires [1]. Zu den Duftnoten zählen unter anderem Lavendel, Ringelblume, schwarze Rosen, Ingwer und Limette sowie Porto-Rotwein. Auf der Fertigungsseite wirbt die Fabrik damit, Seife in mehr als 250 Formen und mit Anpassungen für Auftraggeber herstellen zu können – ein Hinweis auf ein Geschäft mit gewerblichen Kunden, das parallel zur eigenen Handelsmarke läuft.

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Nachhaltigkeit

Seit dem Eigentümerwechsel 2019 betont das Unternehmen Umweltmaßnahmen. Nach Angaben von hub.brussels gehören dazu eine abfallfreie Produktion, die Kühlung der Maschinen mit Regenwasser, die Installation von Solarmodulen sowie Partnerschaften im Sinne der Kreislaufwirtschaft mit örtlichen Betrieben – die Wiederverwendung von Treber des Brussels Beer Project und das Recycling von Seifenresten mit dem Jam Hotel [8]. Die Agentur berichtete zudem, der Betrieb habe während einer Schließung zu Beginn der COVID-19-Zeit eine Bio-Zertifizierung angestrebt; eine förmliche Zertifizierung ist in den verfügbaren Quellen jedoch nicht dokumentiert.

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Anerkennung

Über den belgischen Hoflieferantentitel hinaus hat das Unternehmen regionale Presseaufmerksamkeit erhalten. Die Brüsseler Wirtschaftsagentur hub.brussels porträtierte die Übernahme von 2019 und die Nachhaltigkeitsinitiativen der Fabrik und bezeichnete den Standort als „die älteste Seifenfabrik der Hauptstadt“ [8]. Das Nachrichtenarchiv der Marke verweist außerdem auf frühere redaktionelle Berichterstattung, darunter einen Beitrag im The Brussels Magazine aus dem Jahr 2017.

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Aktueller Status

Savonneries Bruxelloises ist aktiv. Der Online-Shop läuft auf Shopify und wird weiterhin mit neuen Inhalten bespielt; Blogbeiträge datieren bis in den Juni 2026 [5], darunter ein Artikel zur eigenen Firmengeschichte. Das Unternehmen betreibt ein Ladengeschäft in den Galeries Royales Saint-Hubert im Zentrum von Brüssel und exportiert nach Angaben zum Fabrikbetrieb rund 75 % der Produktion in etwa 20 Länder [8]. 2026 näherte sich der Betrieb seinem hundertjährigen Bestehen und bewirbt beinahe hundert Jahre Seifenherstellung am selben Brüsseler Standort.

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Referenzen

Quellen

T1 primär · T2 sekundär · T3 Notiz
  1. [1]T1savonneriesbruxelloises.comsavonneriesbruxelloises.com (brand site)
  2. [2]T1savonneriesbruxelloises.com/pages/about-ussavonneriesbruxelloises.com (brand site)
  3. [5]T2savonneriesbruxelloises.com/blogs/newssavonneriesbruxelloises.com (brand site)
  4. [7]T3nl.wikipedia.org/wiki/Savonneries_BruxelloisesWikipedia
  5. [8]T3info.hub.brussels/en/blog/savonneries-bruxelloises-takeover-thats-clean-and-greeninfo.hub.brussels
  6. [9]T3senteursdailleurs.com/gb/brand/62-savonneries-bruxelloisessenteursdailleurs.com
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