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Haarpflege

Lakmé

Lakmé ist ein spanisches Unternehmen für professionelle Haarpflege mit Sitz in Sant Just Desvern am Rande von Barcelona, wo es als LAKMÉ COSMETICS S.L.U.

Faktengeprüft6 Quellen
Lakmé
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Zusammenfassung

Überblick

Lakmé ist ein spanisches Unternehmen für professionelle Haarpflege mit Sitz in Sant Just Desvern am Rande von Barcelona, wo es als LAKMÉ COSMETICS S.L.U. firmiert [6]. Das Unternehmen entwickelt Haarfarben, Haarpflege, Kopfhautpflege, Stylingprodukte und Salonbehandlungen, die über den professionellen Kanal und nicht über den Einzelhandel vertrieben werden. Die Marke tritt mit dem Slogan „the brand created by stylists for stylists“ (sinngemäß: die Marke, die von Stylisten für Stylisten geschaffen wurde) auf. Das Unternehmen ist weiterhin unabhängig, befindet sich in Familienbesitz und ist aktiv am Markt, was durch neue Produkteinführungen und einen Nachhaltigkeitsbericht aus dem Jahr 2024 belegt wird.

Der Name geht auf Léo Delibes’ Oper Lakmé zurück; er stimmt zufällig mit dem einer nicht verwandten indischen Kosmetikmarke überein. Nach Handelsregisterdaten und einem Branchenporträt aus dem Jahr 2015 wurde das Unternehmen 1996 von der Familie Carreras gegründet, die über einen langen Hintergrund im Friseurhandwerk verfügte [10][9]; auch die Zeitleiste auf der eigenen Website beginnt in diesem Jahr [2]. Dasselbe Branchenporträt hält fest, dass die Familie bereits rund sechs Jahrzehnte in der Beauty-Branche tätig war, bevor die Marke Lakmé selbst entstand – die Geschichte der Marke und die der Familie sind also unterschiedlich lang.

Dünnere Quellenlage. Der Artikel stützt sich größtenteils auf Angaben der Marke selbst (T2–T3). Glowpedia sucht unabhängige Quellen.

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Ursprung

Als Ausgangspunkt beschreibt Lakmé die Welt des Salons. Das Unternehmen stellt den Gedanken in den Mittelpunkt, Friseurinnen und Friseure zu unterstützen, und die Gründergeneration stammte aus diesem Handwerk. Ein Beitrag der amerikanischen Fachzeitschrift Modern Salon porträtierte das Unternehmen 2015 als Barceloneser Haus im Besitz der Familie Carreras und erwähnte als familiäre Randnotiz, dass der Tenor José Carreras zu dieser Familie gehört – eine verwandtschaftliche Verbindung, keine kommerzielle Empfehlung [9].

Nach Angaben des Unternehmens waren die frühen Jahre vom internationalen Vertrieb geprägt. Die Website datiert die ersten europäischen Vertriebsvereinbarungen auf 1997, geschlossen auf der Fachmesse Cosmoprof Worldwide in Bologna, und die Eröffnung des ersten Lakmé Studio in Barcelona auf 1998. Vereinbarungen für Taiwan, Hongkong, Malaysia und Australien folgten im Jahr 2000 auf der Cosmoprof Asia, und 2002 bezog das Unternehmen neue Räumlichkeiten in Sant Just Desvern.

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Geschichte & Meilensteine

Die veröffentlichte Zeitleiste des Unternehmens verzeichnet eine stetige Expansion in den 2000er-Jahren. 2004 meldete Lakmé eine Präsenz in mehr als 65 Ländern und beschrieb sich als internationalen Knotenpunkt für das Friseurhandwerk [2]. Die Zahl von 65 Ländern ist ein Meilenstein mit Datum; spätere Quellen Dritter geben eine größere Reichweite an – ein LinkedIn-Profil nennt mehr als 80 Länder, und der Modern-Salon-Beitrag von 2015 berichtete von über 100 [9]. Diese Angaben sind eher als verschiedene Zeitpunkte zu lesen denn als Widerspruch.

Ein großer Teil der späteren Zeitleiste betrifft die Farbtechnologie. 2013 brachte das Unternehmen CHROMA auf den Markt, eine ammoniakfreie Permanentfarbe, und formulierte sie 2018 mit dem Molekül OF5 neu, das nach eigener Beschreibung die Oxidation der Farbstoffe verzögert [2]. 2016 folgte die Haarbehandlung i.plex, 2018 die Salonbehandlung AURA. 2024 kam Glaze hinzu, eine Demi-Permanentfarbe mit Säuretechnologie, dazu eine Vorbehandlung namens Metal Remover.

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Eigentümerstruktur

Lakmé befindet sich in Privatbesitz der Familie Carreras und wird als LAKMÉ COSMETICS S.L.U. geführt – die Rechtsform, die in den eigenen Datenschutzhinweisen genannt wird [6]. Die Quellenlage verzeichnet weder eine Übernahmegeschichte noch einen Mutterkonzern; das Unternehmen wird quellenübergreifend als unabhängig beschrieben. Ein eigener US-Zweig war unter dem Namen Lakmé USA tätig, und das Modern-Salon-Porträt von 2015 brachte den Eintritt der Marke in den amerikanischen Markt mit den DePasquale Companies in Verbindung [9].

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Philosophie & Positionierung

Das Unternehmen positioniert sich als professionelle Marke für den Salonkanal. Seine Identität fasst es in vier Begriffen zusammen – Professional, Passion & Inspiration, Sustainability und Training – und beschreibt seine Rolle als „Verbündeter der Stylisten“, dessen Produkte Profis das Handwerkszeug für ihre Arbeit geben. Der öffentliche Slogan lautet „Inspired haircare“ (sinngemäß: inspirierte Haarpflege), begleitet vom Hashtag #getinspiredbylakme. Während sich viele Kosmetikmarken direkt an Käuferinnen und Käufer wenden, ist die erklärte Zielgruppe von Lakmé der Friseur: Nach eigenen Angaben arbeitet das Unternehmen mit Stylisten zusammen, damit deren Kreativität freien Lauf bekommt und sie ihr Potenzial als Profis ausschöpfen können.

Ausbildung gilt als eigenständige Säule und nicht als nachgelagerte Marketingmaßnahme. Das Unternehmen betreibt die Lakmé Academy mit Kursen für Profis und führte ab 1998 sein erstes Lakmé Studio in Barcelona. Der Vertrieb richtet sich an Salons und Stylisten statt an Endkundinnen und Endkunden; die Kontaktunterlagen des Unternehmens suchen offen Friseurprofis und exklusive Distributoren statt Einzelhandelskunden, und die Marke unterhält einen separaten Bestellkanal für Profis.

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Produkte & Innovation

Der Katalog von Lakmé ist um fünf professionelle Bereiche organisiert: Farbe, Haarpflege, Kopfhautpflege, Styling und Salonbehandlungen. Im Bereich Farbe verweist das Unternehmen auf Collage als wichtigste Permanentlinie, ergänzt um Gloss, daneben auf CHROMA als ammoniakfreie Permanentfarbe, Glaze als Demi-Permanentoption mit Säuretechnologie und k.blonde als ammoniakfreie Aufhellungsreihe für blondes Haar. Auf der Pflegeseite ist TEKNIA die technologisch ausgerichtete Linie, die unterschiedliche Haartypen mit Feuchtigkeit versorgen und behandeln soll, und das Haarpflegesortiment reicht bis zu spezialisierteren Linien wie einer Behandlung mit Bio-Arganöl und einer Reihe mit organischer Balance. Das Salonsegment umfasst professionelle Behandlungen wie AURA und die K-Serie mit Glättungs- und Aufbauleistungen, die von Stylisten angewendet werden.

Mehrere Aussagen der Marke drehen sich um eigene Technologien. Die Leistung von CHROMA führt das Unternehmen auf das Molekül OF5 zurück; i.plex beschreibt es als Anti-Aging-Behandlung, die der Alterung des Haares entgegenwirkt; und AURA stellt es als biotechnologische Behandlung mit organischen Inhaltsstoffen dar, die das Haar glättet und Frizz reduziert [2]. Glaze wirkt nach Angaben des Unternehmens nach einem Prinzip, das am pH-Wert des Haares ansetzt, um Farbe und Glanz auszugleichen. Dabei handelt es sich um die eigenen Beschreibungen des Unternehmens zu seinen Rezepturen.

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Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist einer der vier Begriffe, mit denen sich das Unternehmen selbst beschreibt, und der Bereich, in dem seine öffentlichen Angaben am ausführlichsten sind. Lakmé gibt an, dass die Produkte vegan sind, keine Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs enthalten und dass das Unternehmen tierversuchsfrei arbeitet; ebenso erklärt es, die Standards von ECOCERT Greenlife für Natur- und Biokosmetik einzuhalten [3]. Bei der Verpackung nennt das Unternehmen den Einsatz von recyceltem PET und von grünem Polyethylen aus Zuckerrohr, bezeichnet seine Verpackungen als vollständig recycelbar und gibt an, dass ein Nachfüllformat den Plastikverbrauch um 81 % gesenkt hat [4].

Das Unternehmen hat außerdem ein Emissionsziel veröffentlicht: Es nennt den Plan, bis 2030 netto null Treibhausgasemissionen in Scope 1 und 2 zu erreichen – also die direkten Emissionen und jene aus dem Stromverbrauch [4]. Nach eigenen Angaben werden die Produkte lokal in der Fabrik in Sant Just Desvern hergestellt und verpackt. Ein Nachhaltigkeitsbericht von 2024 und die Unterlagen des Unternehmens zu „conscious beauty“ (sinngemäß: bewusste Kosmetik) legen diese Verpflichtungen dar.

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Anerkennung

Unabhängige Berichterstattung über Lakmé findet sich vor allem in der Fachpresse des Friseurhandwerks. Modern Salon veröffentlichte 2015 den Beitrag „Modern Exclusive: Lakmé in the Spotlight“, der das Unternehmen und seinen Eintritt in den amerikanischen Markt porträtierte [9]. In Spanien hat die Fachpublikation Beauty Market über Produkteinführungen der Marke berichtet und führt sie in ihrem Unternehmensverzeichnis. Branchenauszeichnungen sind nicht dokumentiert.

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Aktueller Status

Lakmé ist aktiv. Die jüngsten dokumentierten Aktivitäten sind die Produkteinführungen des Jahres 2024 – die Säurefarbe Glaze und Metal Remover – zusammen mit einem Nachhaltigkeitsbericht aus dem Jahr 2024. Das Unternehmen unterhält eine mehrsprachige Website auf Englisch, Spanisch und Französisch, und sein Vertrieb wird in mehreren unabhängigen Quellen als weltweit beschrieben, was die Einordnung als aktiv tätiges Haus für professionelle Haarpflege stützt.

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Referenzen

Quellen

T1 primär · T2 sekundär · T3 Notiz
  1. [2]T1lakme.com/en/our-journey/lakme.com (brand site)
  2. [3]T2lakme.com/en/lakme-thinks-sustainably/lakme.com (brand site)
  3. [4]T2lakme.com/en/inspiring-conscious-beauty/lakme.com (brand site)
  4. [6]T2lakme.com/en/contact-us/lakme.com (brand site)
  5. [9]T3modernsalon.com/369442/modern-exclusive-lakme-in-the-spotlightmodernsalon.com
  6. [10]T4linkedin.com/company/lakm%C3%A9-cosmeticslinkedin.com