Überblick
Ahava ist ein israelisches Kosmetikunternehmen, das Haut- und Körperpflegeprodukte auf Basis von Mineralien und Schlamm aus dem Toten Meer herstellt. Der vollständige Firmenname lautet Ahava Dead Sea Laboratories Ltd., wobei „Ahava“ das hebräische Wort für „Liebe“ ist. Das Unternehmen wurde 1988 am Toten Meer von der Spa-Technikerin Ziva Gilad gegründet. Laut Wikipedia entstand die Idee, nachdem sie beobachtet hatte, wie Touristen Schlamm aus dem Toten Meer sammelten, um ihn mit nach Hause zu nehmen [4]. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Lod, Israel, und betreibt ein Labor am Ufer des Toten Meeres.
Seit 2015 gehört das Unternehmen zum chinesischen Konzern Fosun International, womit es den Status einer übernommenen Marke innehat [4]. Es wird weiterhin als eigenständiges Label für Hautpflege aus dem Toten Meer geführt und betreibt einen aktiven Direktvertrieb an die Kundschaft.
Ursprung & Gründer
Die Geschichte von Ahava begann in den späten 1980er-Jahren, als Ziva Gilad jeden Morgen am Wüstenufer des Toten Meeres stand [1]. Das Unternehmen startete 1988 als einzelner Stand, der Besuchern Körperpeelings verkaufte; Wikipedia hält fest, dass im ersten Jahr ein Umsatz von rund einer Million Dollar erzielt wurde [4]. Von Beginn an war der Ansatz fokussiert: Statt Rezepturen um eine Vielzahl pflanzlicher Inhaltsstoffe aufzubauen, behielt die Marke das bei, was eine Rezension als „singulären Fokus“ auf die Mineralien und den Schlamm des Toten Meeres bezeichnete.
Die meisten Darstellungen verorten den Ursprung der Marke eindeutig in Israel. Eine redaktionelle Rezension gibt an, Ahava habe „in New York City begonnen“, was der eigenen Gründungsgeschichte des Unternehmens sowie dem Wikipedia-Eintrag zum Firmensitz in Lod widerspricht; der Verweis auf New York beschreibt höchstwahrscheinlich einen Markteintritt in den Vereinigten Staaten und nicht den Anfang der Marke [5][4].
Eigentümerstruktur
Ahava wechselte mehrfach den Besitzer. 2009 erwarb Shamrock Holdings, eine mit der Familie Disney verbundene Investmentgesellschaft, einen Anteil von 20 % [4]. Bis 2011 zählten Hamashbir Holdings, Gaon Holdings und drei Kibbuzim zu den Anteilseignern. 2015 vereinbarte Fosun International den Kauf einer Mehrheitsbeteiligung in einem Geschäft, das auf rund 300 Millionen israelische Schekel oder etwa 77 Millionen US-Dollar beziffert wurde [4]. Die Marke wird seither innerhalb der Fosun-Gruppe geführt.
Philosophie & Positionierung
Das Unternehmen positioniert sein Sortiment als „mineralbasierte Hautpflege“ und beschreibt seine Rezepturen als „geerdet, intelligent und tief nährend“, die darauf ausgelegt sind, die Haut zu stärken und ihr Gleichgewicht wiederherzustellen [1]. Die Ausrichtung wird um zwei Leitgedanken gegliedert: „Union of Science & Nature“ (sinngemäß: Verbindung von Wissenschaft und Natur) und „Responsibility Without Ceremony“ (sinngemäß: Verantwortung ohne Zeremonie). Die Identität fasst die Marke in der Zeile „Born Vegan, Sustainably Sourced, Kind to Your Skin, Nature-Infused Science“ (sinngemäß: Vegan geboren, nachhaltig beschafft, sanft zur Haut, naturinfundierte Wissenschaft) zusammen. Rezensenten ordnen die Preisgestaltung einer Prestige-Stufe zu, wobei die meisten Produkte in der Spanne von 30 bis 80 Dollar liegen und als teurer als bei vergleichbaren Anbietern beschrieben werden.
Produkte & Innovation
Das Herzstück der Produkte von Ahava ist Osmoter, ein firmeneigener Mineralkomplex aus dem Toten Meer, der auf Magnesium, Natrium, Kalium und Calcium aufbaut. Das Unternehmen ließ Osmoter 1989 als Marke eintragen [4] und beschreibt ihn als Wirkstoff, der die natürliche Feuchtigkeitsversorgung der Haut aktiviert. Daneben gibt die Marke an, 19 patentierte Komplexe zu besitzen [1]. Der Katalog konzentriert sich auf Gesichts- und Körperpflege; zu den in Rezensionen am häufigsten hervorgehobenen Vorzeigeprodukten zählen die Dead Sea Mud Mask, die Mineral Hand Cream, die Mineral Body Lotion und eine Extreme Firming Mineral Eye Cream. Insbesondere die Schlammmaske wird wiederholt als herausragendes Produkt genannt und über die Allure Beauty Box vertrieben.
Im Hinblick auf ethische Standards gibt das Unternehmen an, dass seine Produkte zu 100 % vegan seien und „es immer waren“. Die Marke trägt eine Zertifizierung der Vegan Society [1] und erklärt, dass die Rezepturen frei von Parabenen, Sulfaten, Phthalaten und Triclosan seien.
Nachhaltigkeit
Ahava verknüpft seine Umweltbotschaften eng mit dem Toten Meer selbst und erklärt, es sei „leidenschaftlich daran interessiert, das Tote Meer, unsere Heimat und unseren Lebensraum, für künftige Generationen zu schützen und zu bewahren“. Im Rahmen eines Programms namens NATURAL ELEMENTS beschreibt das Unternehmen Solarmodule, die den Großteil des Stroms für die Anlage liefern, geschlossene Wasserkreisläufe und recycelte Verpackungen. Zudem berichtet das Unternehmen, rund um die Fabrik Wasserbecken und Vegetation angelegt zu haben, um den Vogelzug durch den Großen Afrikanischen Grabenbruch zu unterstützen, eine Vogelberingungsforschung zu fördern und eine Vogelbeobachtungsstation errichtet zu haben. Ein langjähriges Bildungsprogramm namens „Sea-to-Store“, das nach eigenen Angaben seit mehr als 15 Jahren besteht, vermittelt Schulkindern Wissen über die Ressourcen des Toten Meeres und den Fabrikbetrieb.
Anerkennung
Berichterstattung über die Marke ist laut einer redaktionellen Rezension in Allure, Glamour und der New York Post erschienen, wobei diese Erwähnungen den Eintrag jedoch aus zweiter Hand über einen Aggregator erreichen und nicht über direkte Beitragsartikel.
Kontroversen
Jahrelang betrieb Ahava seine Hauptfabrik in Mitzpe Shalem, einer israelischen Siedlung und einem Kibbuz am Westjordan-Ufer des Toten Meeres. Das Unternehmen besaß eine exklusive Lizenz der israelischen Regierung zur Gewinnung von Schlamm aus dem Toten Meer und wurde 2010 als das einzige Kosmetikunternehmen beschrieben, dem der Abbau von Rohstoffen dort rechtlich gestattet war. Die Menschenrechtsorganisation B'Tselem argumentierte, dass die Gewinnung von Schlamm aus besetztem palästinensischem Gebiet gegen die Haager Konvention verstoße. Gruppen wie Code Pink starteten Boykottkampagnen im Rahmen der Bewegung Boycott, Divestment and Sanctions, wobei sie die Produkte als aus „gestohlenen palästinensischen natürlichen Ressourcen“ hergestellt bezeichneten [4]. Im März 2016 verlegte das Unternehmen seine Fabrik von Mitzpe Shalem in den Regionalrat Tamar; dies war Berichten zufolge ein Schritt, um Richtlinien der Europäischen Union gegen den Handel mit in Siedlungen tätigen Unternehmen zu entsprechen und den Boykottdruck zu verringern [4].
Aktueller Status
Ahava ist weiterhin aktiv und gehört zu Fosun International, das 2015 die Mehrheitsbeteiligung erwarb. Die Marke betreibt einen aktiven Direktvertrieb an die Kundschaft; die jüngste in den Quellen sichtbare Aktivität geht auf laufende Online-Promotionen zurück.
Quellen
T1 primär · T2 sekundär · T3 Notiz- [1]T1ahava.com/pages/about-ahavaahava.com (brand site)
- [4]T3en.wikipedia.org/wiki/AhavaWikipedia
- [5]T3honestbrandreviews.com/reviews/ahava-review/honestbrandreviews.com


